Amorphe Solarzellen
Bestehen im Gegensatz zu kristallinen Solarzellen aus einer dünnen, nicht-kristallinen Siliziumschicht, die mittels Aufdampfung auf die Wafer aufgetragen wird. Amorphe Solarzellen, auch Dünnschicht-Solarzellen genannt, sind wegen ihres geringeren Siliziumbedarfs preiswerter als kristalline Solarzellen.

Anlagenkontrolle
Überwachen Sie Ihre Anlage selbst oder vertrauen Sie auf moderne Technik. Bestandteil von Photovoltaikanlagen zur permanenten Funktionskontrolle. Überwacht Erträge und andere Leistungswerte der Anlage. Lässt sich per Fernabfrage steuern, per SMS, E-Mail oder über das Internet. Kann vom Anlagenbesitzer selbst bedient werden.

Backup-System
Notstromsystem zur Sicherung der Stromversorgung. Fällt der Strom aus, so schaltet das System in wenigen Millisekunden auf autarke Versorgung um, und Ihre Geräte werden mit der gespeicherten Energie aus der Batterie versorgt.

Batterie
Bestandteil einer netzunabhängigen Photovoltaikanlage. Speichert die gewonnene Solarenergie als Gleichstrom und gibt ihn ab, sobald er gebraucht wird.

Diffuse Strahlung
Tritt auf, wenn Wolken und Atmosphärenpartikel eine direkte Sonneneinstrahlung verhindern. Diffuse Strahlung erzeugt aber trotzdem Energie, nur eben weniger als eine direkte Einstrahlung durch die Sonne.

Direkte Strahlung
Sonneneinstrahlung, die direkt auf die Erdoberfläche trifft, ohne von Wolken verdeckt zu werden. Im Gegensatz dazu steht die diffuse Strahlung.

Dünnschicht
Dünnschicht-Solarmodule erkennt man an ihrer dunkelbraunen bis schwarzen Färbung. Sie bestehen aus einer dünnen, nicht-kristallinen (amorphen) Siliziumschicht. Ihr Wirkungsgrad liegt unter dem von kristallinen Solarmodulen. Daher benötigen Dünnschichtmodule mehr Fläche, sind aber preiswerter und bieten Vorteile bei diffusem Licht oder hohen Betriebstemperaturen.

Effizienz
Grundsätzlich beschreibt Effizienz das Verhältnis von Nutzen und Aufwand. Die Energieeffizienz eines stromerzeugenden Bauteils oder Systems beschreibt demnach das Verhältnis der abgegebenen zur eingebrachten Energie. Häufig spricht man auch vom Wirkungsgrad.

Eigenverbrauch
Von einer Photovoltaikanlage erzeugter Strom, der im eigenen Hausnetz zur gleichen Zeit verbraucht wird; wird auch als Selbst- oder Direktverbrauch bezeichnet.

Einspeisevergütung
Gesetzliche Vorgabe zur Förderung von Photovoltaikanlagen. Einspeisevergütung erhält man, wenn man seinen produzierten Solarstrom über ein netzgekoppeltes System in das öffentliche Netz einspeist. Für jede Kilowattstunde erhält man dafür einen staatlichen Festpreis garantiert 20 Jahre lang.



Einspeisezähler
Wird in einer netzgekoppelten Photovoltaikanlage neben dem normalen Stromzähler installiert. Misst die von der Photovoltaikanlage produzierte und dann ins öffentliche Netz eingespeiste Strommenge in Kilowattstunden. Auf Grundlage dieser Messung wird ermittelt, wie viel Strom Sie Ihrem Stromnetzbetreiber in Rechnung stellen können (Einspeisevergütung).

Elektrolumineszenz-Messung
Bei der Elektrolumineszenz-Messung wird Spannung von außen an die Solarmodule angelegt, um die Strom leitenden Stellen festzustellen. So können eventuelle Risse als Folge von Transportschäden aufgespürt werden, die mit dem bloßen Auge nicht erkennbar wären. Dazu stehen zwei Kameras zur Verfügung, die stichprobenartig eingesetzt werden.

Erneuerbare-Energien-Gesetz
Abk.: EEG. Gesetz zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen. Dient vorrangig dem Klimaschutz und gehört zu einer ganzen Reihe gesetzlicher Maßnahmen, mit denen die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Erdöl, Erdgas oder Kohle verringert werden soll.

Flasher
Solarmodule und andere Komponenten werden hier verschiedenen Dauerbelastungstests unterzogen. Im Flasher wird die Sonneneinstrahlung mit einer Art Blitzlicht simuliert. Somit wird gemessen, welche Maximalleistung die Solarmodule erreichen können.

Kristalline Solarzellen
Bestehen aus hochreinem, kristallinen Silizium. Je nach der Kristallstruktur unterscheidet man monokristalline Solarzellen und polykristalline Solarzellen. Grundsätzlich verfügen kristalline Solarmodule über einen höheren Wirkungsgrad als Dünnschicht-Solarmodule und bringen auf wenig Fläche mehr Gewinn!

Laderegler
Der Laderegler ist in netzunabhängigen Systemen der Manager der Batterie. Er kontrolliert den Stromfluss zwischen Solarmodulen, Verbrauchern und Batterie und schützt sie vor Über- und Tiefentladung.

Lichtabsorption
Aufnahme und Verwertung des einstrahlenden Lichts. In der Photovoltaik heißt das: Je besser die Lichtabsorption der Solarmodule, desto höher der Wirkungsgrad.

Monokristalline
Erkennt man an ihrer schwarzen bis bläulichen Farbe. Im Unterschied zu polykristallinen Solarzellen bestehen sie aus einem einzigen Kristall und haben den höchsten Wirkungsgrad im Vergleich zu anderen Siliziumzellen. Monokristalline Solarzellen haben eine Lebensdauer von mehr als 20 Jahre und werden bevorzugt dort eingesetzt, wo nur eine begrenzte Fläche zur Stromerzeugung zur Verfügung steht.

Montagesysteme
Halterungen, mit denen die Solarmodule auf Dächern oder anderen Untergründen montiert werden. Unsere Montagesysteme halten problemlos auch Sturm und Schneelasten aus. Staatisch geprüft!

Neigungswinkel
Winkel zwischen den Solarmodulen und der Horizontalen. Der optimale Neigungswinkel liegt bei etwa 30°. Abweichende Neigungswinkel sind in der Regel auch kein Problem.

Netzeinspeisepunkt
Anschluss der Photovoltaikanlage an das öffentliche Stromnetz zwecks Einspeisung des Solarstroms. Ein Wechselrichter fungiert dabei als Bindeglied und wandelt den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um. Netzgekoppelte Solarstromanlagen benötigen keine Batterien.

Netzgekoppelte PV-Anlagen
speisen im Unterschied zu netzunabhängigen Systemen den produzierten Strom in das öffentliche Netz ein, für den der Stromnetzbetreiber eine gesetzlich geregelte Einspeisevergütung an den Anlagenbetreiber zahlt.

Netzunabhängige PV-Anlagen
Systeme, die ohne Netzeinspeisung zur Energieversorgung eines isoliert gelegenen Verbrauchers beitragen, z.B. in den Bergen oder in ländlichen Gegenden. Eine andere Variante zur Nutzung von Solarstrom sind netzgekoppelte Systeme.

Notstromsystem
Backup-System zur Sicherung der unterbrechungsfreien Stromversorgung. Fällt der Strom aus, so schaltet das System in wenigen Millisekunden auf autarke Versorgung um, und Ihre Geräte werden weiterhin mit Energie versorgt.

Peak-Leistung
Spitzenleistung eines Solarmoduls (engl. Peak = Spitze). Wird mit einem kleinen „p“ hinter der Energieleistung Kilowatt gekennzeichnet: kWp. Die Peak-Leistung gibt die Leistung an, die ein Solarmodul bei voller Sonneneinstrahlung erreicht. Sie wird häufig auch als "Nennwert“ oder "Nennleistung" bezeichnet und basiert auf Messungen unter optimalen Bedingungen.

Photovoltaik
Abk.: PV. Technik, mit deren Hilfe Sonnenenergie durch Solarzellen in elektrische Energie umgewandelt wird.

Silizium
Chemisches Element, gehört zu den Halbmetallen und damit zu den Halbleitern. Findet in hochreiner Form in unseren Solarzellen Anwendung, in der Regel in Form von dünnen Scheiben, sogenannten Silizium-Wafern.

Solarmodule
Bestehen aus Solarzellen, die das Sonnenlicht in elektrische Energie umwandeln.

Solarstrom
Umgangssprachlich für aus Sonnenenergie umgewandelte elektrische Energie. Zählt zu den erneuerbaren Energien und wird in Deutschland durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz gefördert.

Solarzellen
Wandeln Sonnenlicht in elektrische Energie um. Durch Lichteinstrahlung wird positive und negative Ladung freigesetzt, und es entsteht umweltfreundliche Energie. Über 80% der Solarmodule werden aus Silizium hergestellt.

Sonneneinstrahlung
Bei der Planung einer Photovoltaikanlage gilt es, die Solarmodule möglichst optimal am Sonnenstand und damit am einstrahlenden Licht auszurichten. In Deutschland wird die maximale Sonneneinstrahlung erreicht, wenn die Solarmodule in einem Neigungswinkel von 30° nach Süden ausgerichtet werden. Die Energieausbeute lässt sich steigern, wenn die Solarmodule auf beweglichen Halterungen, sogenannten Nachführsystemen, installiert sind: Damit können sich die Solarmodule immer wieder neu am aktuellen Sonnenstand ausrichten, je nach Jahres- und Tageszeit.

Stromzähler
Bestandteil eines Hausanschlusses. Misst, wie viel Strom aus dem öffentlichen 230V-Stromnetz verbraucht wird. Mit Hilfe des Stromzählers kann in netzgekoppelten Photovoltaikanlagen der selbst verbrauchte und ins Netz eingespeiste Strom gegenübergestellt und miteinander verrechnet werden.

Umschalteinrichtung
Kommt in Notstromsystemen zur Anwendung. Trennt die Photovoltaikanlage im Notfall automatisch vom Netz und schaltet innerhalb weniger Millisekunden auf netzunabhängige Stromversorgung um. So sind z.B. Krankenhäuser oder Schulen unterbrechungsfrei mit Strom versorgt.

Wafer
Hauchdünne, meist quadratische Scheiben aus Silizium, aus denen Solarzellen hergestellt werden.

Wechselrichter
Herzstück zwischen Solarmodulen und Stromnetz. Wandelt den Gleichstrom der Solarzellen in netzkompatiblen Wechselstrom um. Versorgt bei netzunabhängiger Stromversorgung alle wechselstrombetriebenen Elektrogeräte. Siehe auch Backup-Systeme.

Wirkungsgrad
Beschreibt die Effizienz (Verhältnis der abgegebenen zur eingebrachten Energie) einzelner energieerzeugender Komponenten oder ganzer Systeme.

Zweirichtungszähler
Wird in netzgekoppelten Systemen an Stelle des üblichen Stromzählers eingesetzt. Besteht aus zwei Zählern: einer zeigt die Menge des aus dem Netz bezogenen Stroms, der andere die Menge des ins Netz eingespeisten Stroms an. Durch Vergleich der beiden Zählerstände wird ersichtlich, welchen Anteil die Photovoltaikanlage zur Deckung des Eigenbedarfs beiträgt.